Geneverbar

Als Experte auf den Gebieten Herkunft, Entwicklung und heutige Stellung unseres Nationalgetränks bietet das Genevermuseum im Verkostungsraum eine wohl durchdachte Auswahl aus dem reichhaltigen Angebot aus den Niederen Landen an. Hier finden Sie einen Überblick über die nicht weniger als 130 Genever-Sorten!

Appellation d’origine contrôlée

Genever wird – wie vorher Whisky und Kognak – seit dem 15. Januar 2008 von der Europäischen Union geografisch geschützt. Genever erhält daher seine eigene 'Appellation d’origine contrôlée', wie dies im Weinjargon so schön heißt.

Die 'Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen' ist das offizielle Dokument, in dem die vollständige Regelung aufgeführt wird.

Bezeichnung 'Genever'

Laut der Verordnung darf in Belgien, den Niederlanden, Frankreich (den Departements Nord und Pas-de-Calais) und Deutschland (Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen) Alkohol produziert werden, der den Namen 'Jenever', 'Genièvre' oder 'Genever' trägt.
Die Bezeichnungen graanjenever, graangenever (Getreidegenever) und Genièvre de grains sind Belgien, den Niederlanden und Frankreich (Nord und Pas-de-Calais) vorbehalten. Die Bezeichnungen 'junge und alte Jenever/Genever' gelten nur für Belgien und die Niederlande.

Daneben gibt es einige Bezeichnungen, die nur lokal verwendet werden dürfen: 'Hasseltse jenever/genever' (Hasselt, Zonhoven, Diepenbeek), Balegemse jenever (Balegem), O’ de Flander-Oost-Vlaamse Graanjenever (Ostflandern), peket-pékèt mit oder ohne Zugabe von ‘de Wallonie’ (Wallonische Region), Genièvre Flandres Artois (Nord und Pas-de-Calais) und Ostfriesischer Korngenever (Deutschland).