Hausgebrannter Genever

Hausgebrannter Getreidegenever und gelagerte Genever



Mit der Brennanlage aus dem 19. Jahrhundert konnte 1991 zum ersten Mal ein hausgebrannter 'Hasselter Getreidegenever' mit 40 % vol produziert werden. Das Museum füllt jährlich 1.000 speziell entworfene, nummerierte blaue Krüge ab.

Der gelagerte Getreidegenever wird durch Aromatisieren von reinem Getreidealkohol mit einem mindestens 5 Jahre alten Eau de Vie aus Getreide und einem Alkoholdestillat mit Enzian und Wacholderbeeren erhalten. Weil das 'Eau de Vie' und das Alkoholdestillat mit Enzian und Wacholderbeeren in Hasselt destilliert werden, ist dies ein ‘alter Hasselter Getreidegenever’.

Der alte Hasselter Getreidegenever mit 40 % vol des Genevermuseums wird nach mindestens 5 Jahren Lagerung in Eichenfässern in exklusive bordeauxfarbige 70-cl-Krüge abgefüllt, deren erste Auflage auf 500 nummerierte Krüge begrenzt ist.

Hausliköre des Museums


Einer der Aufträge des Genevermuseums ist die Wiederbelebung des gastronomischen Erbes. Deshalb produziert das Museum eigene Liköre anhand alter Rezepturen in authentischen Geräten aus dem 19. Jahrhundert. Auch die Abfüllung ist in Händen des Museums.

Das Elixier (seit 2005), 35 % vol, verdankt seinen Geschmack einer einzigartigen Kräutermischung von unter anderem Zimt, Sternanis und Safran.
Für die Verpackung wurde eine moderne 50-cl-Flasche ausgewählt. Auf dem Etikett sieht man im Hintergrund in einer safranroten Farbe den Stempel und die Staubfäden eines Safrankrokus sowie getrocknete Stempel.

Der Orangenlikör (seit 2008), 38 % vol, verdankt seinen Geschmack einem einzigartigen Mix des Geistes von Orangen, Zitronen und getrockneten, grünen Curaçao- oder Bitterorangenschalen, ergänzt um einen Aufguss von Orangetten und Schalen gereifter Bitterorangen.
Der Orangenlikör wird in einer 50-cl-Flasche mit italienischem Design angeboten. Der Hintergrund des Etiketts zeigt den Querschnitt einer Orange.

Sint-Lambertusdrèpke


Der Hasselter Jahrmarkt, die ‘Hasselt kermis’, beginnt seit Jahr und Tag am ersten Sonntag nach Sint-Lambertus (17. September). Bis Ende des vorigen Jahrhunderts gehörte es zur Familientradition, an diesem Tag ein eigenes Kräutergetränk anzubieten. Mit seiner Kräutermischung gehört dieses Getränk zum berühmten Elixiersortiment aus dem Kempenland. Als Basis dienen unter anderem Beifuß – im Volksmund Wermut genannt – Koriander, Ysop, Enzian, Minze, Melisse, Anis und Fenchel, während die schwarze Johannisbeere zum Süßen verwendet wird.

Drei Wochen lässt man die Mischung in Genever ziehen, danach kann der Aufguss ab dem Sint-Lambertustag an den kommenden Jahrmarkttagen genossen werden, daher rührt auch der Name.
Dieser anregende Magenbitter mit 22 % vol kann sowohl als Aperitif als auch als Digestivum getrunken werden.